Vorträge
Programm Herbst 2026
Lukas Richner
Universität Basel
Donnerstag, den 24. September 2026 um 18:15 Uhr
Kollegienhaus Hörsaal 114
Blick auf die Ausgrabungsstätte | Photographie Matjaž Kacičnik
Schicht um Schicht: Methoden und Herausforderungen einer Grabung in Scheikh 'Abd el-Qurna
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Das Projekt Life Histories of Theban Tombs (LHTT) der Universität Basel untersucht seit 2015 eine Ansammlung von in den Felsen gehauenen Gräbern am Südwesthang von Scheikh ‹Abd el-Qurna – einem Teil der thebanischen Nekropole auf dem Westufer Luxors. Dieser Vortrag beleuchtet zwei eng miteinander verbundene Aspekte der Feldarbeit: die besonderen Herausforderungen einer archäologischen Grabung in diesem aussergewöhnlichen Kontext sowie die wissenschaftlichen und persönlichen Beweggründe, die eine solche Arbeit antreiben.
Die thebanische Nekropole ist ein Grabungsort von aussergewöhnlicher Komplexität. Der Kalksteinhügel von Scheikh ‹Abd el-Qurna konfrontiert jedes Grabungsteam mit einer dichten Überlagerung von Nutzungsphasen: von der initialen Nutzung im Neuen Reich über koptische Besiedlung bis zu modernen Eingriffen. Hinzu kommen antike und neuzeitliche Plünderungen, die die archäologischen Schichten nachhaltig gestört haben. Die Grabung findet dabei nicht nur an der Oberfläche statt – sie erstreckt sich in einen rund 13 Meter tiefen Schacht, den unterirdischen Korridor sowie die beiden(?) Grabkammern, was zusätzliche logistische und sicherheitstechnische Anforderungen mit sich bringt.
Der Vortrag gibt Einblick in die praktischen und methodischen Grundlagen der Feldarbeit. Insbesondere die Dokumentation komplexer Schichtabfolgen und der Umgang mit enormen Mengen an Fundmaterial aus gestörten und ungestörten Kontexten stehen dabei im Fokus. Wie lassen sich unter diesen Bedingungen aussagekräftige stratigraphische Abfolgen rekonstruieren, und wie wird sichergestellt, dass auch fragmentarisches oder verlagertes Material seinen Beitrag zur Interpretation leisten kann?
Dr. Marie Vandenbeusch
British Museum
Donnerstag, den 15. Oktober 2026 um 18:15 Uhr
im Schnitz S 01
Cat mummy and radiograph, British Museum EA 6758
© Trustees of the British Museum
Animal mummies: New insights from the British Museum
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Animals, as manifestations of gods on earth, were believed to act as intermediaries between humans and the divine, capable of interceding on people’s behalf. The mummification of animals is currently being investigated at the British Museum through a multi-disciplinary research project which uses a diverse range of scientific techniques to build a comprehensive picture of the preparation, treatment and cultural significance of animal mummification in ancient Egypt.
Focusing on the approximately 500 mummies housed at the Museum, the project combines established and innovative methods, including imagery techniques, radiocarbon dating, stable isotope analysis and the study of embalming residues. Although the research is ongoing, this presentation will outline the various aspects of the project and highlight some of the results obtained so far. These findings will shed new light on religious practices and the embalming industry, from the breeding and procurement of animals to the acquisition of the raw materials required for mummification.
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